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Sep. 7, 2010
Themenbereich / Archiv

Feuilleton

Spiel mir das Lied von der Zukunft
Musik umgibt uns jederzeit und überall. Sei es im Fahrstuhl, der U-Bahn-Station, beim Einkaufen: von nahezu überallher säuselt uns Musik entgegen, so dass wir sie in den meisten Fällen noch nicht mal mehr wahrnehmen. Doch was heißt hier eigentlich Musik und welche Bedeutung hat sie in der heutigen Gesellschaft?

Bei Umfragen, die sich auf die Zukunft der Musik beziehen, fällt auf, dass meist ökonomische Faktoren im Vordergrund derartiger Überlegungen stehen. Heißt das nun, dass Musik keine Autarkie mehr sein kann, sondern in einem komplexen Netzwerk primär marktorientierter Int...mehr lesen

Helden, Engel und ein unheimliches Duo
Deutschland hat sein Supertalent gefunden – eine märchenhafte Geschichte.

„Es war einmal ein armer Mundharmonikaspieler…“ So ließe sich die Geschichte von Michael Hirte, dem Supertalent 2008, beginnen und es ist die populärste 'Vom- Tellerwäscher-zum-Millionär-Erzählung' über die wir Deutschen gerade staunen dürfen. Aber ganz ehrlich: Hat uns dieser Sieg überrascht? Wohl eher nicht! Denn vieles an dieser Show schien aus einem Märchenbuch entsprungen zu sein und auch das Ende war wie in den meisten Märchen eher absehbar.
Wäre „Das Supertalent 2008“ eine solche Erzählung, dann...mehr lesen

Sucht Deutschland wirklich einen Superstar?
Am Samstag war es wieder einmal so weit: RTL schickte die diesjährige, fünfzehnteilige Ausbeute aus mehrwöchigen Castings auf die DSDS- Bühne. Daraufhin krächzte, beziehungsweise sang man sich durch die Show und hoffte, am Ende einer von den zehn Glücklichen zu sein, die auch in den nächsten Wochen ihr Gesicht ins Gedächtnis der Zuschauer brennen dürfen. Dabei scheint es jedoch nicht auf die gesanglichen und optischen Qualitäten angekommen zu sein, sondern vielmehr auf die Anzahl der Auftritte in den „Nachrichtensendungen“ Punkt Zwölf und Exklusiv. Dies zumindest würde erklären, warum jeman...mehr lesen

Web 2.0 – Das Ende der Tageszeitung?
Thomas Steg (SPD) war lange Zeit stellvertretender Sprecher der Bundesregierung. Der studierte Psy-chologe arbeitete viele Jahre als Journalist für die „Braunschweiger Zeitung“. Heute arbeitet der 49-Jährige mit der ersten Riege der Spitzenpolitik zusammen. DIGGER-Redakteurin Pia-Kim Schaper sprach mit ihm über die Zukunft des Journalismus und die Bedeutung des Internets für die Politik.

Es ist heikel geworden für die Medien. Die Wirtschaftskrise setzt auch Verlagen, Zeitungen, aber auch Rund-funkmedien zu. Mittlerweile muss sogar die „Süddeutsche Zeitung“ Redakteure entlassen. „...mehr lesen

An die Wand gefahren
Europa hat gewählt: Stärkste Fraktionen im Europaparlament sind die EPP und die S&D. Interessiert Sie nicht? Dann gehören Sie wohl auch zu den 57 % der Nicht-Europa-Wähler.
Auch Bildungspolitisch hat sich Europa entschieden: Im sogenannten Bologna-Prozess. Interessiert Sie auch nicht? Dann sind Sie höchstwahrscheinlich in der glücklichen Lage, Ihr Studium bereits beendet zu haben oder studieren ein Fach, das bisher von dem Bachelor- und Master-Chaos, das diese Reform verursacht hat, verschont geblieben ist. Als da wären: Jura, Medizin und „last but not least“: das gute alte Lehramt (obg...mehr lesen

Die Qual der Studienwahl
- Tipps zum Wunsch-Studium

„Nach dem Abitur beginnt der Ernst des Lebens“, mögen viele Eltern denken und sehnen die baldige Schließung von Hotel Mama herbei. „Genießt euer Studium, es ist die beste Zeit in eurem Leben“, empfehlen wohl die meisten Lehrer ihren Abiturienten und schwelgen in Erinnerungen. Was für damalige Studenten gegolten haben mag, ist für heutige Bachelor-Studenten aller Fachrichtungen nicht mehr gültig. Wer sich im Studien-Dschungel zurechtgefunden hat, muss nicht unbedingt eine gute Wahl getroffen haben. Viele Studenten fühlen sich unwohl mit ihrer Fächerwahl, wec...mehr lesen

Das Schweigen der Kirche
Das deutsche Strafgesetzbuch ist eindeutig: „wer sexuelle Handlungen an einem Kind vornimmt oder an sich von einem Kind vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe bestraft.“ Niemand darf straffrei ausgehen. Auch nicht Geistliche. Dennoch ist es der Kirche in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, die Täter aus den eigenen Reihen vor der Strafverfolgung zu bewahren.

Die Vorfälle wurden ignoriert und verschwiegen. Es wäre zu peinlich gewesen, einzugestehen, dass die prüde Sexualpolitik der Kirche Menschen hervorbringt, die ihre Befriedigung im Missbrauch Schutzbefohlener suchen.

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Ein neuer Werbemarkt für alte Hasen
Dass das Internet hauptsächlich auf die Bedürfnisse von jungen und erwachsenen Nutzern zugeschnitten ist, liegt in der Natur des Mediums selbst. Es handelt sich um eine relativ neue Plattform, mit der die Generation im Rentenalter nicht aufgewachsen ist und zu der sie nur schwer Zugang findet. Wie bei den traditionellen Medien, finanzieren sich viele Dienste im Internet durch Werbung. Darunter fallen soziale Netzwerke wie Facebook, E-Mail-Dienste und vor allem Nachrichtenportale. Die geschaltete Werbung spricht jedoch nur den Käuferkreis der jungen Generation an, da die ältere auf Grund der ge...mehr lesen


Ausgabe 07/2010



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